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…1 Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. VdL-Position zum Fahrplan: Verringerung von Verpackungsabfällen – Überprüfung der Vorschriften Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) unterstützt jede sinnvolle Initiative zur Minimierung von Verpackungsabfällen, insofern sie wirtschaftlich tragfähig ist. Daher möchte der VdL die Gelegenheit wahrnehmen, Position zum Fahrplan Verringerung von Verpackungsabfällen – Überprüfung der Vorschriften zu beziehen. In dem Bemühen um eine verbesserte Rechtsetzung dürfen die bislang erzielten Verpackungsfunktionalitäten, zu den viele bereits zur Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit beitragen, nicht außer Acht gelassen werden. Verpackungen stellen sicher, dass jedes Produkt seinen individuellen Wert und Funktion aufrechterhalten kann.
…werden. Verpackungen stellen sicher, dass jedes Produkt seinen individuellen Wert und Funktion aufrechterhalten kann. Verpackungen bieten folgende Vorteile: • Schutz und bessere Handhabung der Produkte während des Transports • Geringere Verderblichkeit von Lebensmitteln • Erhöhte Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz (denn durch ein beschädigtes oder verdorbenes Gut, gehen auch alle entlang der Wertschöpfungskette aufgebrachten Ressourcen verloren) • Wertvoller Träger für Kommunikation (z.B.
…alle entlang der Wertschöpfungskette aufgebrachten Ressourcen verloren) • Wertvoller Träger für Kommunikation (z.B. Inhaltsstoffe, Mindesthaltbarkeitsdaten, Sicherheitshinweise etc.) • Hygiene: Covid-19 unterstreicht die Notwendigkeit von Verpackungen als Beitrag zu einem erforderlichen Hygienestandard Da Verpackungsabfälle einen großen Teil des gesamten durch Verbraucher verursachten Abfalls ausmachen, sind die Unternehmen der Lack- und Druckfarbenindustrie bereits heute bestrebt, die Umweltauswirkungen ihrer Produkte und der verwendeten Verpackungen zu minimieren. Beispielsweise arbeiten unsere Druckfarben herstellenden Mitgliedsunternehmen aktiv auf eine höhere Recyclingfähigkeit von Druckerzeugnissen einschließlich bedruckter Verpackungen hin, indem sie mit allen relevanten Stakeholdern des Verpackungsrecyclings zusammenarbeiten.
…bedruckter Verpackungen hin, indem sie mit allen relevanten Stakeholdern des Verpackungsrecyclings zusammenarbeiten. Für zukünftige politische Maßnahmen sollte folgendes berücksichtigt werden: • Eine Verlängerung des gesamten Produktlebenszyklus: Verpackung hat eine Funktion und sollte nicht allein oder im Rahmen ihrer Nutzungsdauer bewertet werden. Vielmehr sollte der gesamte Lebenszyklus des verpackten Produkts im Fokus stehen. Ref. Ares(2020)4124061 - 05/08/2020 2 • Innovation ist eine zentrale Säule der wirtschaftlichen Realität. Politische Maßnahmen sollten daher die Entwicklung neuer, innovativer Produkte nicht gefährden, sondern befördern.
Politische Maßnahmen sollten daher die Entwicklung neuer, innovativer Produkte nicht gefährden, sondern befördern. In Anbetracht der Tatsache, dass die EU-Kommission einen ehrgeizigen Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft vorgelegt hat, der für 2030 verbindliche Ziele für das Recycling aller Verpackungsabfälle (70%) sowie für die Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen (55%) festlegt, ist es nun an der Zeit nach vorne zu blicken. Um optimale Lösungen zu erhalten, dürfen Fragen der Zirkularität (Kohlenstoffgehalt, Emissionen, ökologischer Fußabdruck, recycelte Materialien) nicht isoliert, sondern müssen aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet werden. Dabei sollten europäische und nationale Strategien verbunden werden. Zur Vorbereitung der für das 2.
…betrachtet werden. Dabei sollten europäische und nationale Strategien verbunden werden. Zur Vorbereitung der für das 2. Quartal 2021 geplanten legislativen Maßnahme hat die EU- Kommission die Studie "Effectiveness of the Essential Requirements for Packaging and Packaging Waste and Proposals for Reinforcement " in Auftrag gegeben. Die Studie untersucht die neuesten Verpackungstrends und die grundlegenden Anforderungen an Verpackungen. Auch werden darin verschiedene Handlungsoptionen zur Verbesserung der Wiederverwertbarkeit, zur Förderung eines hochwertigeren Recyclings sowie einer konsequenteren rechtlichen Durchsetzung vorgeschlagen. In Bezug auf gefährliche Stoffe in Verpackungen werden in der Studie folgende Maßnahmen betrachtet: a) sich auf REACH, die Verordnungen zu Lebensmittelkontaktmaterialien usw.
…in der Studie folgende Maßnahmen betrachtet: a) sich auf REACH, die Verordnungen zu Lebensmittelkontaktmaterialien usw. zu stützen, um die Verwendung gefährlicher Stoffe in Verpackungen angemessen zu regeln; oder b) Anforderungen zur schrittweisen Einstellung der Verwendung von „besonders besorgniserregenden Stoffen“ (SVHC) in Verpackungen durch einen Verweis auf Anhang XIV der REACH-Verordnung aufzunehmen. Von beiden Optionen bevorzugen wir eindeutig Option a), da sie sich auf etablierte, in der Lieferkette bereits praktizierte Verfahren stützt. Nichtsdestotrotz schlagen wir vor, zunächst die von der Industrie selbst ergriffenen Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt zu würdigen, bevor legislative Initiativen ergriffen werden.
…ergriffenen Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt zu würdigen, bevor legislative Initiativen ergriffen werden. Hinsichtlich der Recyclingfähigkeit von Verpackungen stellt die Studie fest, dass bereits heute ein gewisser Prozentsatz in Bezug auf das Verpackungsgewicht wiederverwertbar sein muss, wenn die Verpackung auch zur Wiederverwertung bestimmt ist. Dies soll bis 2030 dadurch ersetzt werden, dass alle in Verkehr gebrachten Verpackungen wiederverwertbar sein müssen. Darüber hinaus untersuchte die Studie verschiedene Maßnahmen in Bezug darauf, wie Recyclingfähigkeit definiert werden könnte. Wir unterstützen den Ansatz, Recyclingfähigkeit ausschließlich über qualitative Aussagen zu definieren. Dieser Ansatz stärkt das Binnenmarkts-Prinzip, gewährleistet Materialneutralität und ist Innovationsfreundlich.
Dieser Ansatz stärkt das Binnenmarkts-Prinzip, gewährleistet Materialneutralität und ist Innovationsfreundlich. Demgegenüber lehnen wir den Ansatz ab, dass das Produktdesign ausschließlich von Recycling-Kriterien bestimmt wird. Etwa Positivlisten, die festlegen, welche Arten von 3 Verpackungen auf dem Markt zugelassen werden können. Oder Negativlisten von vermeintlich unverträglichen bzw. störenden Komponenten, die Recyclingprozesse behindern könnten. Ein solcher Ansatz hemmt Innovationen und lässt die oben genannten Vorteile von Verpackungen unberücksichtigt. Zusammenfassend möchten wir nochmals betonen, dass jede regulatorische Initiative in diesem Bereich die etablierten Funktionen von Verpackungen nicht gefährden darf.
…dass jede regulatorische Initiative in diesem Bereich die etablierten Funktionen von Verpackungen nicht gefährden darf. Der VdL wird seinen Beitrag zum European Green Deal leisten und steht zum weiteren Austausch zum Fahrplan Verringerung von Verpackungsabfällen – Überprüfung der Vorschriften gerne zur Verfügung. Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V. (VdL) repräsentiert über 200 zumeist mittelständische Lack-, Farben- und Druckfarbenhersteller in Deutschland gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Im VdL sind rund 90 Prozent des Industriezweiges organisiert.